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Woche 1: Das letzte Baujahr hat begonnen. Bis im Herbst 2012 werden die Bauarbeiten am Linthkanal abgeschlossen sein und die Werkanlagen werden über weite Strecken wieder frei zugänglich (vgl. Bild der Woche 51/2011).

Woche 2: Die Niederschläge des Sturmtiefs «Andrea» haben in den vergangenen Tagen in den Bergen zu rekordhohen Schneemengen geführt (vgl. Grafik SLF). Eine grosse Schneemenge führt im Frühling zu einem grossen Schmelzwasserabfluss in den Kanälen und zu einem hohen Wasserstand im natürlichen Retentionsbecken Walensee. Damit es aber zu einem eigentlichen Hochwasser kommt, braucht es zusätzlich noch ein ausserordentliches Niederschlagsereignis, wie letztmals 1999. Die Linthverwaltung beobachtet laufend die Situation.

Woche 3: Dank dem Hinweis eines aufmerksamen Baggerführers konnte am 20. September 2011 am Südufers des Linthkanals im Gebiet Landig, Niederurnen, ein Teil eines Pfahlfelds freigelegt werden. Unter einer gut ein Meter dicken Schicht Torf wurde die Oberfläche eines rechtwinklig zur Kanalachse stehenden Streifens einer Steinpackung aufgedeckt, aus der die abgewitterten Stümpfe von 15 Pfählen ragten. Fünf der mit überaus schlanken Spitzen versehenen Pfahlstummel aus Eichenholz wurden ausgezogen und dem Labor für Dendrochronologie der Stadt Zürich zur Datierung übergeben (Bild). Das nun vorliegende (noch provisorische) Resultat der Untersuchungen ergab, dass die Hölzer im 1. Jh. n. Chr. geschlagen wurden und demnach römerzeitlich sind. Steinpackung und Pfahlgründung sind deutliche Hinweise, dass hier in der Landig die Reste eines auf Pfählen gegründeten römischen Strassenkoffers oder vielleicht gar der südlichen Kopf einer Brücke, die dann zumal über die Maag führte, zum Vorschein gekommen sind (Text und Bild J. Obrecht).

Woche 4: Holzschlag am Linthkanal (5. Etappe). Mit dieser Etappe am untersten Ende des Linthkanals werden die 1999 begonnen Forstarbeiten am Linthkanal nun abgeschlossen. Allein seit Baubeginn (2008) wurden über 1000 Hochstämmer aus den Linthdämmen entfernt (siehe auch Bildstrecken).

Woche 5: Eine der bemerkenswerten Eigenheiten des Linthwerks ist das durchgehende Mittelgerinne bzw. das Doppel-Trapez-Profil in den Dammstrecken. Dadurch konnte am Linthkanal auch bei tiefem Wasserstand eine geregelte Lastschifffahrt ermöglicht werden. Das Mittelgerinne ist vom Ufer bzw. Vorland mit einem Uferlängsverbau abgetrennt. Der bauliche Zustand dieses Verbaus ist in einem unterschiedlichen Zustand, je nach Konstruktion, Untergrund, Beanspruchung aber auch je nach Qualität der Ausführung und der verwendeten Steine – und das über eine Strecke von total 46 Kilometer (Kanallängen x 2). Wie bei einem Umbau eines alten Hauses stellt sich auch hier die Frage, wo anfangen und vor allem wo aufhören. Schliesslich ist es eine Frage der Kosten und der Verhältnismässigkeit. Im Bild der Abschnitt bei der Biberlikopfbrücke – ein Abschnitt, wo der Längsverbau belassen wird.

Woche 6: Die Entstehung der Flussaufweitung Hänggelgiessen wird langsam sichtbar.

Woche 7: Der wechselhafte Baugrund der Linthebene bedingt eine laufende Beurteilung durch den verantwortlichen Geotechniker des Projektingenieurs. Dabei ergeben sich immer wieder auch Situationen, welche gemeinsam mit dem Geotechniker der Oberbauleitung diskutiert werden müssen (Bild).

Woche 8: Die ausserordentlich tiefen Temperaturen der letzten Wochen haben die Erdbauarbeiten nicht gross behindert. Das Bild zeigt die Dammsanierungsarbeiten zwischen Giessen und Grynau bei Temperaturen von -12 Grad Celsius. Die Schneefälle der letzten Tage führten jedoch dazu, dass ein Grossteil der Baustellen kurzfristig eingestellt werden mussten

Woche 9: Spundwandschloss.

Woche 10: Die Wurzelstöcke der gefällten Bäume müssen aus Sicherheitsgründen alle entfernt werden (Hochwasserschutz). Dort wo der Damm verstärkt wird, wird dies im Zuge der Bauarbeiten mit dem Bagger gemacht. Alle übrigen Wurzelstöcke müssen einzeln und in mühsamer Arbeit herausgefräst werden (Bild).

Woche 11: Ein weiterer Fund in der Landig, Niederurnen (vgl. Bild der Woche 3/2012). Es handelt sich dabei um das linke Schienbein eines Hirsches. Das Alter wird derzeit mittels Radiokarbondatierung bestimmt.

Woche 12: Im Gegensatz zu den Bauarbeiten vor 200 Jahren, wo fast ausschliesslich von Hand gearbeitet wurde, kommen heute ausschliesslich Maschinen zum Einsatz. Diese Maschinen müssen betrieben werden. Der entsprechende Energieverbrauch ist beträchtlich. Dieser beträgt beim derzeitigen Vollbetrieb am Linthkanal gegen 32'000 Liter pro Woche (5 Arbeitstage; Bagger und Dumper). In dieser Zahl nicht enthalten ist der Treibstoffverbrauch der externen Lastwagen. Das Bild zeigt einen Tank auf der Baustelle mit Gefahrentafel (30 = entzündbarer flüssiger Stoff; 1202 = Dieselkraftstoff).

Woche 13: Die Flussaufweitung Hänggelgiessen ist die markanteste Massnahme des Projekts Linth 2000. Die Bauarbeiten gehen weiterhin zügig voran (Bild). Am 13. März 1812 wurde der Hänggelgiessen durchstossen; d.h. die Altlaufschlaufen von der Linth abgetrennt (Offizielle Notizenblätter von Hans Konrad Escher). Fast auf den Tag genau 200 Jahre später, am 22. März 2012, feierte die Linthverwaltung zusammen mit 120 Bauleuten und Planern die «Aufrichtfeier» für das Teilprojekt Linthkanal und somit wieder die Anbindung des Altlaufes an den Linthkanal (vgl. auch Bildstrecke).

Woche 14: Die Bauarbeiten am Ausleitbauwerk beim Hänggelgiessen haben begonnen (Bild vom 22. März 2012).

Woche 15: Baustellenimpression.

Woche 16: Für die Verstärkung der Dämme und aus Gründen der Dammsicherheit mussten zwischen St. Sebastian und dem Zürichsee alle Bäume entlang dem Linthkanal entfernt werden. Zur Verbesserung des Landschaftsbildes werden an den neuen Linthdämmen von Grynau bis Hänggelgiessen Hochstammbäume gepflanzt. Die ersten Bäume sind nun gepflanzt (nach Zufallsverteilung). Weitere Pflanzungen erfolgen im nächsten Winter, wenn sich der Boden der neuen Dämme stabilisiert hat. Die Entwicklung der Bäume wird jährlich beurteilt. Zu grosse Bäume müssen aus Sicherheitsgründen durch Neupflanzungen ersetzt werden.

Woche 17: Mit dem Projekt Hochwasserschutz Linth 2000 konnte die räumliche Vernetzung bestehender Ried- und Wasserflächen in der unteren Linthebene wesentlich verbessert werden. Zwischen den Riedflächen am Zürichsee (Schmerkner Almeind, Bätzimatt) zieht sich neu ein breiterer Uferstreifen (rot umrandete Fläche) mit Tümpeln, Gebüsch, Schilf und Ried bis zum Kaltbrunner Ried. Das Kaltbrunner Ried wurde mit Vernetzungsflächen bis zum Benkner Schulreservat (ganz rechts im Bild) erweitert. Die abschnittweise Abflachung der Ufer im Linthkanal und die Umgestaltung der Flächen im Teich im Abschnitt (links des Linthkanals) erleichtern den Tieren und Pflanzen die erfolgreiche Querung des Linthkanals und die Besiedlung des andern Ufers. Nach wie vor schwierig und gefährlich für Tiere ist die Querung der Kantonsstrasse Grynau bis Uznach.

Woche 18: Der renaturierte Uferstreifen entlang des rechtsseitigen Hintergrabens zwischen der Grynau und dem Zürichsee als Vernetzungselement zwischen den Naturschutzgebieten (vgl. Bild der Woche 17/2012).

Woche 19: Luftbild des Hänggelgiessens vom 4. Mai 2012 bei einem Abfluss von ca. 110 m3/s (Schmelzwasserabfluss) (vgl. auch Bildstrecke).

Woche 20: Im Gebiet Landig/Biberlikopf wurden die zum Teil eingedolten Meliorationsgräben geöffnet, renaturiert und zusammengefasst. Neu mündet nur noch ein Gewässer in den Linthkanal (unten im Bild). Dadurch können bessere Bedingungen für den Fischaufstieg geschaffen werden. Ebenfalls aufgewertet wurde die Maagmündung auf der gegenüberliegenden Flussseite (oben im Bild) (vgl. auch Bildstrecke).

Woche 21: Im Im ehemaligen Linthaltlauf St. Sebastian, Schänis, wurden drei neue Grundwassertümpel für die Amphibien geschaffen. Rechts im Bild die Kapelle, welche dem Gebiet den Namen gibt (vgl. auch Bildstrecke).

Woche 22: Die umfangreichen Dammsanierungsarbeiten zwischen Giessen und Grynau sind abgeschlossen; dies nach einer Bauzeit von rund 2.5 Jahren. Dies dank grossem Einsatz aller am Bau Beteiligten aber auch dank vielfach günstiger Witterung. Das Bild der Woche zeigt den letzten Bagger an den letzten Arbeiten (Bild vom 22. Mai 2012; vgl. dazu auch Bild der Woche 8/2012 oder 19/2011). Im Anschluss an diese Sanierungsstrecke folgt nun noch ein kurzer Abschnitt mit Materialersatz.

Woche 23: Am 6. Juni 2012 hat die Sachverständigenkommission für die Schifffahrt auf dem Zürich- und Walensee (SZW) zusammen mit Vertretern der Projekt- und Oberbauleitung den Linthkanal mit zwei Motorbooten abgefahren. Die SZW hat dabei zur Kenntnis genommen, dass der Linthkanal auch nach «Linth 2000» mit Motorbooten durchgehend befahrbar ist.

Woche 24: Die Linth zwischen Zürich- und Walensee war über Jahrhunderte ein wichtiger Teil des Handelsweges über die Bünder Pässe in den Süden. Vor der Linthkorrektion stellte die mäandrierende Linth die Schiffer immer wieder vor grosse Probleme. Die ersten Initiativen für einen technischen Eingriff kamen denn auch von Kaufleuten und Schiffern. Der neue Linthkanal führte in der Folge zu einer grossen Erleichterung der Schifffahrt. Mit dem Bau der Eisenbahn ab Mitte des 19. Jahrhunderts verlor die Lastschifffahrt nur wenige Jahrzehnte nach dem Bau des Linthkanals ihre grosse Bedeutung. (Text nach D. Speich, «Linth Kanal»).

Woche 25: Ein römischer Legionär an der Linth? Ja, und zwar am Thementag vom 16. Juni 2012 (vgl. auch Bildstrecke). An diesem Flussabschnitt, wo der Legionär steht, wurde während der Bauarbeiten ein Brückenfundament aus der Römerzeit gefunden (vgl. Bild der Woche 3/2012). Es kann also gut sein, dass hier vor rund 2000 Jahren schon einmal ein Legionär stand.

Woche 26: Am 17 Kilometer langen Linthkanal wurde über eine Gerinnelänge von rund 8 km der bestehende Uferlängsverbau saniert, durch Flachufer ersetzt oder sogar vollständig entfernt (Landig). Vor allem mit den neuen Flachufern müssen nun Erfahrungen gesammelt werden. Im Rahmen eines Monitorings werden u.a. das Verhalten der Deckschicht und die Entwicklung der Ufervegetation beobachtet. An allen Ufern lagert sich nach einem Hochwasser zudem viel Schwemmholz ab (im Bild ein neues Flachufer). Hier muss nun speziell geschaut werden, wie damit umgegangen wird.

Woche 27: Znünipause.

Woche 28: Konstruktionsplan des Ausleitbauwerks beim Hänggelgiessen (vgl. Bild der Woche 14/2012); dort fotografiert, wo er hingehört.

Woche 29: Montage der Klappe beim Ausleitbauwerk Hänggelgiessen (siehe auch Bildstrecke und Bild der Woche 28/2012).

Woche 30: Der Walensee ist ein Teil des hydraulischen Systems des Linthwerks. Die Glarner Linth (durch den Escherkanal künstlich umgeleitet) und die Seez münden in den See. Der See wirkt als Hochwasserpuffer (Retention) und Geschieberückhaltebecken. Das Zwischeneinzugsgebiet Walensee hat mit 182 km2 zudem einen grossen Anteil am Gesamteinzugsgebiet des Linthkanals (1061 km2).

Woche 31: Von der «Wassersnot» an der Linth waren um 1800 hauptsächlich die Gebiete am Walensee betroffen (Weesen und Walenstadt mit Umland). Die Situation verschlechtere sich innert weniger Jahrzehnte da die alte Linth bei Ziegelbrücke den Seeausfluss (Maag) einstaute. Die Skizze von H. K. Escher vom 19. August 1807 zeigt die versumpften Wiesen am unteren Ende des Walensees («Weesnersümpfe») mit der Biäschenbrücke. Dieses Gebiet wurde mit dem neuen, eingetieften Linthkanal (damals «Weesnerkanal») in mühsamer Arbeit durchschnitten und entwässert. Die untere Linthebene hingegeben war ein für die damalige Zeit normales Fluss- und Sumpfgebiet mit einem verzweigten Gerinne, Auen und periodischen Überschwemmungen (durch die Linth, die Seitengewässer und durch den unregulierten Zürichsee).

Woche 32: Das Ufer des Walensees hat sich nach der Linthkorrektion durch H. K. Escher (1807 - 1823) vor allem im Deltabereich des Escherkanals sehr stark verändert. Schon nach wenigen Jahren schuf die Linth ein beachtliches Delta in den abgesenkenten Walensee. Um Auflandungen im Escherkanal entgegenzuwirken, und die Landgewinnung zu fördern, wurde dieser über das Delta hinaus verlängert (R. La Nicca, 1841- 1846). Auf dem Plan von C. Salvetti (1843) ist die Vorstreckung (Verlängerung des Kanals durch die neuen Kiesinseln) gut zu erkennen. Am Beginn des verlängerten Kanals wurden die sogenannten Sporenfächer (Kieswälle) angelegt. In den dadurch geschaffenen Poldern konnten sich bei Hochwasser Sand und Kies ablagern, wodurch sich das Gelände erhöhte. Der linke Sporenfächer (ganz links im Bild) ist unterhalb der Vrenelibrücke heute noch als deutlicher Kieswall im Wald zu sehen.

Woche 33: Die im Zuge der Bauarbeiten unter der Leitung von R. La Nicca erfolgte weitere Abenkung des Walensees (Abtiefen der Stromschnelle bei Ziegelbrücke) ermöglichte die Landgewinnung im Gäsi und Hüttenböschen. Im Gäsi wurden in einer quadratischen Anordnung (11 Rasterflächen von je 1.4 Hektaren) Dämme zur Entsumpfung und Landgewinnung aufgeschüttet. Das Raster ist heute noch am Wegnetz und an Resten der Baumalleen sichtbar. Im Hüttenböschen (zwischen Bahnhof Weesen und Walensee, Bild) markieren die Baumreihen frühere Entwässerungsgräben.

Woche 34: Die Bauabnahme ist immer ein spezieller Moment. Der Bauherr übernimmt das ausgeführte Bauwerk in den Betrieb und den Unterhalt. Die Garantiezeit beginnt zu laufen. Bauherr, Bauunternehmung, Bauleitung und allenfalls Dritte (z.B. Grundeigentümer) beurteilen gemeinsam – vielfach im Rahmen einer gemeinsamen Begehung – das Bauwerk. Mögliche Mängel werden festgehalten. Im Anschluss daran wird das Abnahmeprotokoll (mit oder ohne Anmerkungen) allseitig unterzeichnet (vgl. auch Bildstrecke). In den letzten zwei Wochen wurden die oberen und unteren Baulose des Teilprojekts Linthkanal sowie die Arbeiten beim Rekultivierungslos in Reichenburg abgenommen. Das Bild zeigt die Bauabnahme der Rekultivierung in Reichenburg.

Woche 35: Der Linthkanal mit den neuen Flachufern im Abschnitt Rotbrugg bis Hänggelgiessen.

Woche 36: Der letzte Schliff. Derzeit werden am Linthkanal die letzten Dammwege erstellt. Als Belag wird eine Feinplanie aus feingebrochenem Bergschotter eingebaut. Es entsteht so ein natürlicher Kiesweg, welcher zur Umgebung (Gewässer, Naturwiesen) passt. Der Belag ist auch angenehm für die Fussgänger (Dammwege sind abschnittsweise Bestandteile des Wanderwegnetzes) und Schäden können gut repariert werden. Gegenüber dem harten (und teurerem) Asphaltbeton ist die Lebensdauer jedoch deutlich kleiner (Schlaglöcher). Daher wird versucht, die Beanspruchung der Dammwege auf ein Minimum zu reduzieren.

Woche 37: Die Bagger verschwinden langsam aber sicher wieder, weg vom Linthwerk auf andere Baustellen irgendwo in der Schweiz. Im Bild die letzten Baggerarbeiten am unteren Ende der Flussaufweitung Hänggelgiessen; gegenüber die neue Wildunterführung der Nationalstrasse.

Woche 38: Ergänzend zum Projekt Linth 2000 hat die Linthverwaltung 2005 für den Raum Hüttenböschen-Gäsi-Kundertriet (Walensee, Escherkanal) zusammen mit dem Kanton Glarus ein Nutzung- und Schutzkonzept erarbeitet. Das Konzept bezweckt, mittels einer koordinierten Landschaftsplanung, dieses Gebiet als Erholungs-, Landschafts- und Naturraum zu erhalten (vgl. auch Bildstrecke). Dies wird erreicht durch eine Nutzungsentflechtung, durch gestalterische Massnahmen, durch angepasste Nutzung (Land- und Forstwirtschaft), durch Anpassung aber auch Entfernung von Infrastrukturanlagen sowie durch Besucherlenkung. Das Konzept wurde von der Linthkommission genehmigt und ist für den Teil auf Land Linthwerk verbindlich. Die Umsetzung ist seit Jahren im Gange. Der sichtbarste Teil des Konzepts ist das Entfernen von Anlagen, welche nicht mehr benutzt werden bzw. in diesem Raum nicht nötig sind. Das Bild zeigt den revitalisierten Abschnitt des Seegrabens unterhalb der Vrenelibrücke. Dieser Abschnitt wurde gebaut, nachdem die in diesem Wald über Jahrzehnte betriebene Fischzuchtanstalt abgebrochen werden konnte.

Woche 39: Der Abbruch der fünf alten, seit Jahren leerstehenden Militärmagazine im Gäsi ist auch ein Teil des Linthprojekts (vgl. Bild der Woche 38/2012). Rund 5800 m2 werden damit wieder zu Wiesland und/oder Wald. Ein Teil dieser Fläche kann als Ersatzaufforstung der in diesem Gebiet geplanten Parkplätze herangezogen werden.

Woche 40: Zur Dokumentation der Entwicklung der Pflanzen in der Aufweitung Chli Gäsitschachen werden jährlich Artenlisten gemacht. Entlang der Querprofile, die regelmässig vermessen werden, werden alle vorhandenen Arten aufgeschrieben. Bereits nach zwei Jahren sind es über 150 verschiedene Arten. Wenn die Vegetation dichter wird, wird die Artenzahl wieder sinken (Beiblatt als PDF).

Woche 41: Die Problematik der invasiven Neophyten muss bei einem Wasserbauprojekt auch beachtet werden. Während den Bauarbeiten hatte die ökologische Baubegleitung darauf zu achten, dass mit dem Aushub keine Neophyten an andere Orte verschleppt werden. Die Neophyten werden auch im Rahmen des normalen Unterhalts behandelt (laufende Praxis). Hier wird von den Linthaufsehern seit Jahren ein grosser Aufwand betrieben. Eigentliche Ausmerzaktionen (gebietsweise) sind jedoch nur in Koordination mit Dritten (Autobahn und Eisenbahn) und unter der Anweisung des jeweiligen Kantons sinnvoll. Ständige Quellen sind die natürliche Verbreiterung entlang der Gewässer, Neophyten aus der Nachbarschaft, Bautätigkeiten und die illegale Ablagerung von Gartenabfällen. Das Bild zeigt eine blühende Goldrute, ursprünglich als Gartenpflanze in die Schweiz eingeführt.

Woche 42: Überzeugend: Walter Kühne, der Rietchef der Ortsgemeinde Benken (Landeigentümerin), erklärt den Mitgliedern des Kantonsingenieurbüros St. Gallen das Rekultivierungsprojekt in Benken. Dies ist ein Beispiel dafür, wie die Vorteile des realisierten Projektes Linth 2000 in der Linthebene zwischenzeitlich verankert und akzeptiert sind.

Woche 43: Für die Begrünung der Dämme wurde die vorhandene Vegetationsschicht der früheren Dämme auf die Oberfläche ausgebracht. Damit können sowohl die Artenvielfalt als auch die besonderen Grasarten, die an die Verhältnisse angepasst sind, erhalten werden. Je nach Untergrund, Ausgangsmaterial und Jahreszeit (die neue Begrünung erfolgte oft im Winter) wachsen die Pflanzen zu Beginn unregelmässig. Die Oberfläche der neuen Dämme braucht zudem Zeit, bis sich der Boden so verfestigt hat, dass er wieder befahren werden kann. Die Entwicklung der Vegetation wird beobachtet. Möglichst viele Pflanzen sollen versamen und die Lücken schliessen können. Bevor die Pflanzen am Boden liegen, müssen die Dämme abschnittweise gemäht und gesäubert werden. Dadurch werden regelmässige Wiesenbestände (Blumenwiesen, Riedwiesen) gefördert. Damit die neuen Dämme ihrer aktuellen Entwicklung entsprechend genutzt werden können, hat die Linthverwaltung den Maschinenring (Lohnunternehmer) mit den Arbeiten beauftragt. Sobald die Dauerwiesen wieder normal bewirtschaftbar sind, werden sie verpachtet (voraussichtlich 2014).

Woche 44: Die Frage, was mit den Bunkern passiert, kommt bei fast jeder Führung. Die Bunker bleiben. Von den insgesamt 26 Bunkern auf Land des Linthwerks wurde nur einer abgebrochen (vgl. Bild der Woche 29/2011). Einige Bunker sind hinter Bäumen und Büschen gut getarnt; andere wiederum stehen markant auf dem Damm, sind vielfach versprayt und von weitem sichtbar. Diese sichtbaren Bunker werden gereinigt und zum Teil saniert (Betonkosmetik). Bei sechs Bunkern wird zudem ein Bild aufgemalt und bei zwei Bunkern gibt es eine Aussichtsplattform.

Woche 45: Das Bild der Woche gibt es seit Baubeginn vor über vier Jahren. Wöchentlich wurde ein Bild zur Baustelle oder zur Entwicklung des Linthwerks präsentiert. Nun sind die eigentlichen Bauarbeiten fertig und die Maschinen sind weg. Die Serie «Bild der Woche» wird bis zum offiziellen Projektabschluss weitergeführt (27. April 2013; d.h. noch 26 Wochen). Vor den vielen Abschlussarbeiten kommt ein stimmiges Kalenderbild des ausserordentlich frühen Wintereinbruchs vom 28. Oktober 2012 genau richtig: Die Linthebene mit dem neu erstellten Amadweiher (www.pronatura-sg.ch/amadweiher) – einmal von der schönen und friedlichen Seite.

Woche 46: Das Bild zeigt den Sumpfauslauf (Gemeinde Schänis) vor dem frisch verschneiten Federispitz, aufgenommen am 30. Oktober 2012. Der Meliorationskanal stellt die Entwässerung der Schänner Ebene sicher. Dieser Kanal geht beim Hänggelgiessen in den rechten Hintergraben über. Der rechte Hintergraben wurde im Rahmen des Projekts Linth 2000 massiv ausgebaut (verbreitert und abgetieft). Dies führt zu einer markanten und gut feststellbaren Verbesserung des Abflusses aus der Schänner Ebene (z.B. Hochwasser 10. Oktober 2012). Das Linthwerk hat beim Sumpfauslauf und beim Hintergraben je einen automatischen Messpegel eingerichtet. Damit kann künftig der Wasserabfluss genau und dauernd gemessen und dokumentiert werden

Woche 47: Für die Orientierung entlang des Escher- und Linthkanals wurde schon vor 200 Jahren eine durchgehende Stationierung eingeführt. Diese Stationierung beginnt unmittelbar vor dem Spinnereisteg in Mollis und endet in Schmerikon bei der Einmündung des Linthkanals in den Obersee. Gemessen wurde in Fuss (ca. 30 cm Länge) und die Distanz zwischen den Stationierungen waren 1000 Fuss (ca. 300 m). Jede Stationierung wurde mit einer LC-Markierung versehen (Stein, später Tafeln). Das Linthwerk hat diese alte Stationierung bis heute beibehalten. Auf dem Bild sind alte LC-Markierungen zu sehen. Diese werden durch Stelen ersetzt, die auch als Träger für Informationen über das Linthwerk dienen. (Bild E. Leuzinger)

Woche 48: Die Absprerrungen sind weggeräumt und die Ansprüche der verschiedenen Nutzergruppen sind wieder da. Gesuche an die Linthverwaltung für Spezialbewilligungen und Leserbriefe häufen sich. Das Linthwerk ist ein öffentliches Werk in einer offenen Landschaft. Es ist für die Bevölkerung im Rahmen klarer Regeln frei zugänglich. Auf den Projektabschluss hin (Frühjahr 2013) müssen die Zugänge zum Linthwerk (Parkplätze), die Nutzungen der Wege, der Gewässer (Badestellen, zeitweilige Betretverbote) und der Schutz der artenreichen Lebensräume (Waldreservate, Schutzgebiete) festgelegt, bewilligt, gebaut und beschildert sein. Die entsprechenden Abklärungen sind im Gange.

Woche 49: Die letzte Führung Linth 2000 ist abgeschlossen und die Besucher gehen zurück zum Bus (Bild von der Führung für die Stabchefs des Kantons St. Gallen, 28. November 2012). Seit Baubeginn haben rund 12'800 Personen die Baustellen an der Linth besucht. Insgesamt wurden 380 Führungen, 3 Tage der offenen Baustelle und 1 Thementag durchgeführt. Die Linthverwaltung prüft nun bis im Frühjahr 2013, ob weitere Führungen angeboten werden sollen.

Woche 50: «Strom fliesst durch die Linthebene und über den verschneiten Hänggelgiessen. Man kann sich nur schwierig vorstellen, was alles für Leben unter der Schneedecke schlummert.» (Heiner Keller, 6. Dezember 2012)

Woche 51: Die Abrechnung des Projekts Linth 2000 wird von den Revisoren der vier Linthkantone im Detail geprüft. Die Prüfung erfolgt dabei einzeln für jedes der beiden Teilprojekte Escherkanal und Linthkanal und auf Basis eines ausführlichen Schlussberichts der Oberbauleitung. Das Bild zeigt die auf der Linthverwaltung in Lachen vorgenommene Prüfung des Teilprojekts Escherkanal. Die Prüfung war erfolgreich und die Abrechnung wurde der Linthkommission unter Berücksichtigung der Empfehlungen zur Genehmigung beantragt. Der entsprechend angepassten Schlussbericht hat die Linthkommission an ihrer Sitzung vom 7. Dezember 2012 genehmigt.

Woche 52: Bauarbeiten können zu Rissen und Setzungen an den Gebäuden in der Nachbarschaft führen. Vor Baubeginn und nach Abschluss der Bauarbeiten hat ein externer Experte bei den betroffenen Liegenschaften jeweils ein Rissrotokoll aufgenommen. Aus der Differenz der beiden Protokolle werden die Schäden ermittelt. Die Linthverwaltung ist derzeit an der Regelung dieser Schäden. Dies geschieht anlässlich einer Besichtigung der Liegenschaft. Bei einer Famile gab es zum Abschied ein schönes Präsent, passend zur Adventzeit (Grynauturm – vgl. Bild der Woche 41/2009).

WappenEin Konkordat der Kantone Glarus, Schwyz, St.Gallen und Zürich
zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes in der Linthebene

© 2020 Linthverwaltung,
Dorfstrasse 6,
CH-8717 Benken
Tel. +41 (0)55 505 21 90, info@linthwerk.ch

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